Apr 22 2013

Einladung zur Arbeitsgruppensitzung am 14. Mai 2013

Liebe Genossinnen und Genossen,

am 14. Mai 2013 findet im Sitzungsraum der UKBS die nächste Sitzung der Arbeitsgruppe “Arbeit” statt.

 

Bitte meldet euch kurz an wenn ihr an der Sitzung teilnehmen möchtet.

Der Link zur Einladung:

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Jun 20 2012

Arbeitsgruppensitzung

Am 3. Juli 2012 findet eine Sitzung der Arbeitgruppe “Arbeit” statt. Der untenstehende Link führt zur Einladung.

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Mrz 12 2012

Arbeitsgruppensitzung

Am 12. März 2012 findet eine Sitzung der Arbeitgruppe “Arbeit” statt. Der untenstehende Link führt zur Einladung.

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Okt 14 2011

Beschlüsse des Unterbezirksparteitages am 17.09.2011 in Unna!

Hier geht es zu den Beschlüssen!


Aug 11 2011

Powerpoint Präsentation der AG Arbeit/Rente

Hier gehts es zu den Folien der Powerpointpräsentation der Arbeitsgruppe Arbeit/Rente!


Aug 5 2011

Fahrradfreundliche Städte

20. ordentlicher Unterbezirksparteitag

am Samstag, 17. September 2011

 

Antragsnummer:                 F3

Antragsteller:                        Unterbezirksvorstand

Antrag:                      

Der Unterbezirksparteitag möge beschließen:

Die kreisangehörigen Städte Werne, Holzwickede, Fröndenberg, Schwerte und Selm sollen die Aufnahme die Arbeitsgemeinschaft der Fahrradfreundlichen Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e. V. (AGFS) anstreben, wenn die sachlichen und finanziellen Voraussetzungen erfüllt sind.

Begründung:

Die SPD in den Mitgliedsstädten Unna, Lünen, Kamen, Bergkamen, Bönen und nicht zuletzt  im Kreis Unna war die treibende Kraft im politischen Raum und hat die Förderung des Radverkehrs und damit die Voraussetzungen, in die AGFS aufgenommen zu werden, vorangetrieben. Das soll auch in den übrigen Städten des Kreises der Fall sein mit dem Ziel, dass konsequenterweise alle kreisangehörigen Städte Mitglied in der AGFS werden. Der Kreis Unna wäre damit der erste Flächenkreis in Nordrhein-Westfalen, dem das gelingen würde.

Generelles Ziel der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS) ist es, zukunftsfähige, belebte und wohnliche Städte zu gestalten. Städte in denen ihre Bewohner gerne leben und wo individuelle Bewegung in Alltag und Freizeit Spaß macht. Städte mit Lebens- & Bewegungsqualität zeichnen sich nicht allein durch eine hohe Erreichbarkeit und Zugänglichkeit für alle Verkehrsteilnehmer aus, sondern bieten insbesondere optimale Bedingungen für Nahmobilität, Nahversorgung und Naherholung.

Unter Nahmobilität versteht die AGFS nichtmotorisierte, individuelle Mobilität im räumlichen Nahbereich, vorzugsweise mit dem Fahrrad, zu Fuß, aber auch mit anderen Verkehrsmitteln (z. B. Inlinern, Kickboards, Skateboards u.a.) – eben “fahrradfreundlich und mehr…”.

Dabei ist klar, dass innerhalb der Gruppe der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer das Fahrrad die Fortbewegungsmöglichkeit mit dem weitesten Aktionsradius und dem größten Verlagerungspotenzial bleibt, wenn es um den Ersatz von Kfz-Fahrten im Modal-Split geht. Wir wissen heute, dass ca. 50% aller Autofahrten im Bereich der Kurzstrecke – also zwischen 0,1 und 5km – stattfinden. Hier sehen wir den strategischen Ansatzpunkt für die Förderung des Fahrradverkehrs, d. h. für ein Umsteigen vom Auto auf das Fahrrad. Wir glauben gerade der übermäßige motorisierte Kurzstreckenverkehr ist das Kernproblem vieler Städte.

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft verstehen sich also nicht nur als „fahrradfreundlich“, sondern darüber hinaus als Modellstädte für eine zukunftsfähige, ökologisch sinnvolle und stadtverträgliche Mobilität und unterstützen alle Maßnahmen, die die Städte als Lebensraum stärken .

Der Fahrradtourismus erfreut sich im gesamten Kreis großer Beliebtheit. Besonders davon profitieren die Gastrononmie und Hotels, was die Wachstumszahlen entlang des Ruhrtalradwegs zeigen. Bei der geplanten besseren Vermarktung der Strecken Route der Industriekultur bzw. der zukünftigen Römer-Lippe-Route ist mit ähnlich positiven Zahlen zu rechnen.

Darüber hinaus ist Radfahren gesund, spart Geld, ist umweltfreundlich und leistet somit einen Beitrag zum Klimaschutz. Weiterhin wird die Einsatzmöglichkeit des Fahrrades durch moderne Umwelttechnologien verbreitert. Das Pedelec (Elektrofahrräder, bei denen der Elektromotor nur bei Treten unterstützt) erfreut sich großer Beliebtheit in Deutschland, was sich in den Steigerungsraten der Verkaufszahlen niederschlägt. Waren es 2008 noch 100.000 Pedelecs, wurden 2009  40 % mehr verkauft und dieser Trend hält an. Das Pedelec ist damit Trendsetter für den Einstieg in die Elektromobilität, was auch viele heimische Energieversorger schon als Geschäftsfeld erkannt haben.

Letztendlich profitiert auch der Autoverkehr von der Förderung des Radverkehrs, wenn nur die notwendigen Strecken durch den motorisierten Individualverkehr stattfinden würden.

Überwiesen an:__________________________________________________

Beschlossen:           O

Abgelehnt:                O

Zur Weiterleitung an:         _________________________________________


Aug 5 2011

Die beste medizinische Versorgung im Gesundheits-Kreis Unna

20. ordentlicher Unterbezirksparteitag

am Samstag, 17. September 2011

 

Antragsnummer:                 E1

Antragsteller:                       Unterbezirksvorstand

Antrag:                                  Die beste medizinische Versorgung im Gesundheits-Kreis Unna

Der Unterbezirksparteitag möge beschließen:

Deutschland hat ein leistungsstarkes Gesundheitssystem. Die medizinische Versorgung steht auf hohem Niveau. Ausschlaggebend sind dafür insbesondere die Menschen, die für Gesundheit und Pflege tagtäglich sorgen, und funktionsfähige Sozialversicherungen. Der Gesundheitssektor ist zudem ein leistungsfähiger und beschäftigungsintensiver Wirtschaftszweig. Pro Jahr werden insgesamt 270 Mrd. Euro im Gesundheitswesen ausgegeben. Das sind mehr als 10% des Bruttoinlandsprodukts. Im Jahr 2008 fanden 4,6 Mio. Menschen in Gesundheit und Pflege Arbeit. Dies entspricht 3,5 Mio. Vollkräften, und davon fast 60% im Bereich der Gesundheitsdienstberufe!

Die Herausforderungen für unser Gesundheitssystem sind immens. Insbesondere geht es dabei um folgende Fragen:

  • Wie stellen wir Gesundheit und Pflege auf die Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft ein?
  • Wie verhindern wir, dass Gesundheit vom Einkommen und sozialen Status abhängig wird?
  • Wie werden Prävention und Patientenrechte gestärkt?
  • Wie führen wir das erfolgreiche Modell einer solidarisch finanzierten Gesundheitsversorgung zukunftssicher fort?
  • Wie gewährleisten wir, dass die finanziellen Mittel im Gesundheitswesen dahin kommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden – nämlich zu den Patientinnen und Patienten?
  • Welche Schritte müssen wir unternehmen, um als Gesundheitsregion Kreis Unna die Potenziale der Gesundheitswirtschaft zu heben und gleichzeitig eine optimale Versorgungsstruktur in den Städten und Gemeinden zu sichern?

Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat vor diesem Hintergrund die falschen Weichenstellungen vorgenommen:

  • Es war falsch, Mehrkosten im Gesundheitswesen allein den Versicherten mit einkommensunabhängigen Zusatzbeiträgen aufzubürden.
  • Es war falsch, den Arbeitgeberbeitrag für die Krankenversicherung einzufrieren und damit den Ausstieg aus der solidarischen Gesundheitsfinanzierung vorzubereiten.
  • Es war falsch, den Beitrag zur Krankenversicherung zu erhöhen, ohne weitere Schritte in ein solidarisches Finanzierungssystem zu gehen, nur um die privaten Krankenversicherungen einseitig zu privilegieren.

Die SPD muss daher die Verantwortung für einen sozial gerechten und effizienten Umbau des Gesundheitswesens übernehmen. Unsere Leitschnur dabei ist: wir wollen die bestmögliche medizinische Versorgung überall in Deutschland für alle Menschen unabhängig von ihrem Einkommen oder Status gewährleisten. Dabei nehmen wir die eingangs als Fragen gestellten Herausforderungen an und laden ein zum Dialog über die beste Gesundheitspolitik.

Im Kreis Unna lauten unsere besonderen Ziele:

  • medizinische und pflegerische Versorgung auf hohem Niveau,
  • gesunde Kinder aus allen gesellschaftlichen Schichten und keine weitere soziale Kopplung,
  • objektive und qualifizierte Beratung für Patientinnen und Patienten,
  • wirksame Unterstützung für die großen Potenziale der Selbsthilfe
  • gute Arbeit in den Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Zu diesem Zweck setzen wir auf folgende Eckpunkte für eine moderne sozialdemokratische Gesundheitspolitik:

1. Einführung der solidarischen Bürgerversicherung

Eine zukunftsfeste Finanzierung der Gesundheitskosten kann dauerhaft nur auf der Basis einer solidarischen Bürgerversicherung erfolgen, an der alle Menschen unabhängig von ihrer Einkommensart und ihrem Status beteiligt sind. Der SPD-Unterbezirk Unna begrüßt es, dass der SPD-Parteivorstand zum nächsten Bundesparteitag endlich ein solide formuliertes und durchgerechnetes Konzept für eine solche Bürgerversicherung vorlegen wird. Für uns sind dabei folgende Eckpunkte maßgeblich:

  • Alle Erwerbspersonen werden in die Finanzierung der Bürgerversicherung einbezogen.
  • Die privaten Krankenversicherungen werden in die Bürgerversicherung einbezogen. Bestehende Ansprüche der Versicherten werden abgesichert. Unterschiedliche Risikobelastungen der privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen aufgrund der unterschiedlichen Versichertenstruktur werden durch Ausgleichszahlungen berücksichtigt.
  • Es wird geprüft, inwieweit es möglich ist, Zinseinkünfte aus Vermögen oberhalb eines Freibetrags in die Bürgerversicherung einzubeziehen.
  • Die Parität bei den Sozialversicherungsbeiträgen wird wieder hergestellt.
  • Die Beitragsbemessungsgrenzen bedürfen einer grundsätzlichen Überarbeitung.

 

2. Die Potenziale der Gesundheitswirtschaft heben

Die Gesundheitswirtschaft ist ein Wirtschaftszweig mit hoher Wertschöpfung, Exportmöglichkeiten und Beschäftigungspotenzialen. Sozialdemokratische Gesundheitspolitik hat dies im Blick und sorgt dafür, dass dieses ein Wirtschaftszweig mit guter Arbeit ist. Dazu zählt für uns insbesondere:

  • Gute Arbeit heißt für uns auch gut bezahlte Arbeit. Deshalb treten wir für Mindestlöhne und faire Löhne in Gesundheit und Pflege ein.
  • Gute Arbeit heißt für uns auch, menschliche Arbeit. Deshalb muss der Arbeit in der Gesundheitswirtschaft insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Arbeitsschutzes bei körperlich und psychisch anstrengenden Tätigkeiten besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.
  • Insbesondere im Pflegebereich ist in den nächsten Jahren ein eklatanter Fachkräftemangel zu erwarten. Dem gilt es unverzüglich durch entsprechende Ausbildungsoffensiven entgegen zu wirken. Dazu gehört auch eine Aufwertung der Arbeit durch eine angemessene Bezahlung.
  • Gesundheitsforschung ist Voraussetzung für gesundheitlichen Fortschritt. Dabei müssen die Belange der Patientinnen und Patienten im Vordergrund stehen. Gesundheitsforschung verfehlt ihr Ziel, wenn sie einseitig auf die Verwertungsinteressen der Industrie ausgerichtet ist.

3. Gesundheitsregion Kreis Unna

Das Ruhrgebiet ist die Gesundheitsregion Nummer 1 in Deutschland. Der Kreis Unna war 1989 bereits Mitbegründer des Gesunden Städtenetzwerks und versteht sich als Impulsgeber der Gesundheitsregion Ruhr. Hier wurden die ersten kommunalen Gesundheitshäuser Deutschlands gegründet. Seit vielen Jahrzehnten gewährleistet der Gesundheitsstandort Unna flächendeckend im gesamten Kreisgebiet für Kinder in Tageseinrichtungen und Schulen zahnärztliche Prophylaxemaßnahmen. Vor dem Hintergrund nachhaltiger Präventionsarbeit ist eine Förderung für alle, auch für Menschen mit Behinderung oder für von Behinderung bedrohte Kreisbewohner von zentraler Bedeutung. Dies geschieht zurzeit u.a. durch die größte Frühförderstelle in NRW, sowie durch das sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) in Unna-Königsborn. Die vielfältige Vorsorge- und Selbsthilfelandschaft ist ein Ergebnis vorausschauender Gesundheitspolitik für die Region. Der Kreis Unna muss auch in Zukunft die Arbeit der Selbsthilfegruppen, insbesondere durch die Betreuung in den Gesundheitshäusern durch die Kontaktstellen (KISS), unterstützen und fördern. Hierfür werden wir einstehen und angesichts der Herausforderung des demografischen Wandels den Kreis Unna auch zukünftig als DEN Selbsthilfekreis in Deutschland etablieren und ausbauen.

Dabei ist besonders vor dem wissenschaftlich unbestrittenen Zusammenhang zwischen Gesundheit und sozialer Absicherung auch ein Miteinander bei Stadtentwicklungs- Gesundheitsförderungsaufgaben von Bedeutung. Die Städte und Gemeinden des Kreises Unna als kleinste Zellen für Gemeinwohlbildung müssen sich dieser Herausforderung im Rahmen einer örtlichen Daseinsvorsorge auf Dauer stellen.

Eine patientennahe Gesundheitsversorgung setzt auf erreichbare Hilfe auch und gerade in Notfällen. Eine Verbesserung des neu eingeführten kassenärztlichen Notfalldienstes und die Optimierung des Rettungsdienstes müssen diesem Ziel dienen.

Auch im Kreis Unna droht eine zunehmende Knappheit an niedergelassenen Ärzten. Mit medizinischen Versorgungszentren, auch in der Trägerschaft von Krankenhäusern oder in anderen Gesellschaftsformen, muss dem entgegen gewirkt werden. Höchste Priorität hat hier die Erreichbarkeit von ärztlicher Versorgung für die Hilfesuchenden in möglichst kurzer Zeit.

Prävention und Selbsthilfe sind der Schlüssel zur Vermeidung von Krankheiten und Gesundheitskosten. In Schulen und Unternehmen, Betrieben und Verwaltungen müssen Präventionsmaßnahmen Platz greifen. In einem Präventionsnetzwerk sind die Anbieter von Leistungen, Gesundheitsverwaltung und Träger zu verbinden.

Die Stärkung der Gesundheitswirtschaft im Kreis Unna auch als einer Wachstumsbranche benötigt qualifizierte Arbeitskräfte. Eine Ausbildungsinitiative in diesem Sektor verbunden mit dem Ausbau des Angebotes an den Berufskollegs kann hier positive Wirkungen entfalten. Entsprechende Konzepte sind ressortübergreifend auch unter Einbindung der örtlichen Krankenhäuser und der sich etablierenden Hochschule in Unna zu entwickeln.

Vor dem Hintergrund einer ganzheitlichen Gesundheitsversorgung sind aus städtebaulicher Hinsicht ebenfalls einige Prinzipien zu beachten, die eine Gesundheitsförderung implizieren. So ist, auch unter demografischen Gesichtspunkten, eine Stadt der kurzen Wege Grundvoraussetzung für eine gesundheitlich orientierte Kommune. Medizinische Versorgung, aber auch Therapie- und Präventionsangebote müssen wohnortnah angeboten werden. Eine eingebundene ÖPNV-Planung ist hier selbstverständlich. Barrierefreiheit ist Grundvoraussetzung für wirkliche Teilhaber aller Menschen und bedarf daher eines gezielten Vorantreibens, auch vor dem Hintergrund der Inklusion. Unter Präventionsgesichtspunkten ist die städtebauliche Planung mit Rücksicht auf Emissionen zu realisieren. Gesundheitliche Belastungen durch Lärm, Geruch oder Giftstoffe sind soweit wie nur eben möglich zu vermeiden.

Überwiesen an:__________________________________________________

Beschlossen:           O

Abgelehnt:                O

Zur Weiterleitung an:         _________________________________________


Aug 5 2011

Gleichberechtigte Teilhabe von Kindern mit und ohne Behinderung

20. ordentlicher Unterbezirksparteitag

am Samstag, 17. September 2011

 

Antragsnummer:                 C5      

Antragsteller:                        Unterbezirksvorstand

Antrag:                                  Gleichberechtigte Teilhabe von Kindern mit und ohne Behinderung

 

Der Unterbezirksparteitag möge beschließen:

Die am 31.12.2008 in Deutschland in Kraft getretene Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung beschreibt geltendes Recht, mit dem die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen an Bildung verwirklicht werden soll. Ziel der Konvention ist die Herstellung von Chancengleichheit für Menschen mit Behinderung und die Unterbindung ihrer gesellschaftlichen Diskriminierung. Die Verwirklichung des Menschenrechts auf Bildung nimmt dabei einen zentralen Stellenwert ein. Die Ausgestaltung als individuelles Recht sieht auch vor, dass Schülerinnen und Schüler mit Behinderung einen Anspruch entwickeln können, in einer allgemeinen Schule unterrichtet zu werden. An dieser Frage entzünden sich häufig heftige Kontroversen, da unser derzeitiges Schulsystem auf inklusive Bildung nicht vorbereitet ist. Inklusive Bildung setzt in diesem Sinne vor allem ein Bildungssystem voraus, dass dem Leitziel der Integration statt der Selektion sowie dem Umgang mit heterogenen Lerngruppen verpflichtet ist.

Die SPD im Kreis Unna fordert die konsequente Umsetzung der UN-Konvention ein und vertritt den Grundsatz der Inklusiven Bildung. Dabei sind für uns folgende Eckpunkte von besonderer Bedeutung:

  1. Wir wollen, dass Kindertagesstätten sächlich und personell so ausgestattet werden, dass sie den Anforderungen inklusiver Bildung gerecht werden können. Gerade bei den Kleinsten können notwendige Förderangebote gemacht werden. Hier wird das selbstverständliche Zusammenleben aller Menschen alltäglich greifbar.
  2. Wir wollen, dass alle Kinder, die Schule besuchen können, in der sie eine bestmögliche Förderung erhalten. Dazu sind an den aufnehmenden allgemeinbildenden Schulen die entsprechenden sächlichen und räumlichen Voraussetzungen zu schaffen. Die dortigen Lehrerkollegien müssen für den gemeinsamen Unterricht gestärkt und unterstützt werden. Wir setzen uns für ein Schulwahlrecht der Eltern ein, das auf einem fundierten Beratungskonzept unter Einbeziehung fachkompetenter Professionen fußt. Nur so kann der bestmögliche Förderort für jedes Kind gefunden werden.
  3. Hochschulen müssen Studierende mit Behinderungen, die die Zugangsberechtigung erworben haben, aufnehmen und die Voraussetzungen für ein chancengleiches Studium schaffen.
  4. Wer für junge Menschen inklusive Bildung erreichen will, der muss zuerst die Lehrenden stark machen, die jeden Tag mit den Schülerinnen und Schülern arbeiten. Deshalb fordern wir, dass der Umgang mit heterogenen Lerngruppen zum Kernbestandteil der Aus- und Fortbildung von Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrerinnen und Lehrern wird. In Schulen muss es selbstverständlich werden, dass verschiedene Professionen zusammen arbeiten. Deshalb halten wir den Einsatz von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, Pflegerinnen und Pfleger, Therapeutinnen und Therapeuten und anderen Professionen für absolut notwendig. Das bedeutet für die SPD aber auch, dass auf die Sonderpädagogik und die Heilpädagogik als Fachrichtungen pädagogischer Arbeit auf Dauer nicht verzichtet werden kann. Es ist vor allem die Frage, wo diese Expertinnen und Experten mit Kindern mit Behinderung arbeiten.
  5. Die SPD im Kreis Unna unterstützt die Forderungen der SPD-Kreistagsfraktion, den Kreis Unna zu einer Modellregion für inklusive Bildung zu machen. Dabei soll der Kreis sowohl seine Rolle als Schulträger wie auch als Träger der Bildungsregion Kreis Unna nutzen

 

Überwiesen an:__________________________________________________

Beschlossen:           O

Abgelehnt:                O

Zur Weiterleitung an:         _________________________________________


Aug 5 2011

Übergang Schule – Beruf

20. ordentlicher Unterbezirksparteitag

am Samstag, 17. September 2011

 

Antragsnummer:                 C3      

Antragsteller:                       Unterbezirksvorstand

Antrag:                                  Übergang Schule – Beruf

 

Der Unterbezirksparteitag möge beschließen:

Die SPD im Kreis Unna tritt ein für eine Verbesserung des Übergangs Schule – Beruf.

Insbesondere bedeutet dies:

  • Zu einer erfolgreichen Strategie gehört es, dass möglichst alle Schulabgängerinnen und –abgänger im Kreis Unna einen Abschluss erwerben können. Entsprechende Initiativen des Schulministeriums werden ausdrücklich begrüßt.
  • Alle Bemühungen müssen zuvörderst weiterhin darauf gerichtet sein, zusätzliche Ausbildungsplätze im Kreis Unna zu schaffen und anzubieten. Handwerk, Industrie und Gewerbe und die öffentliche Verwaltung sind hier weiterhin gefordert bestehende Defizite auf der Angebotsseite abzubauen.
  • Zentraler Handlungsansatz im Bereich Übergang Schule – Beruf muss es sein, ein kommunal übergreifendes Konzept zu erarbeiten. Dieses muss eine Gesamtkoordination aller Aktivitäten im Übergangsgeschehen vorsehen, welche bei der Kreisverwaltung Unna zu verankern ist. Für eine Koordination bestehender Bausteine und Entwicklung neuer Ansätze im Handlungsfeld Schule – Beruf ist der Kreis in Kooperation mit den Städten und Gemeinden verantwortlich – aufbauend auf den guten Erfahrungen mit dem regionalen Bildungsbüro und der Bildungskonferenz.
  • Teil einer neuen Konzeption muss es sein, früher als bisher an den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen darauf hinzuwirken, dass die Übergänge in Ausbildung und ggf. Arbeit möglichst unmittelbar im Anschluss an Schule gelingen. Spätestens ab Klasse 8 ist auf eine verbesserte Beratung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern hinsichtlich ihrer Chancen und Möglichkeiten auf dem Ausbildungsmarkt und ihrer beruflichen Laufbahn hinzuwirken. Die Schulen und Schulträger im Kreis Unna sind daher wichtige Partner beim Übergang. Wir brauchen eine verbindliche Potentialanalyse für jeden Schüler und wir verpflichten uns für jeden einzelnen Schüler nachzuhalten, was aus ihm wird.
  • Die Festlegung kreisweiter Standards beim Übergang Schule – Beruf auch im Zusammenhang mit einem regelmäßig vorzulegenden regionalen Berufsbildungsbericht ist anzustreben.
  • Die Bundesagentur für Arbeit als wichtiger Akteur im Bereich Berufsvorbereitung muss in alle Schritte als aktiver Partner einbezogen werden.
  • Wesentlicher Baustein für eine systematische Verbesserung des Übergangs Schule – Beruf stellen die Berufskollegs des Kreises Unna dar. In den Berufskollegs benötigen alle Jugendlichen ohne Ausbildungsvertrag ergänzende Unterstützung, um den Ausbildungsanschluss sicherzustellen. Auch Absolventen der Berufskollegs müssen beim Übergang in den Beruf unterstützt werden.
  • Sie sind z.B. Ankerpunkt für Kooperationen mit Betrieben der Kreishandwerkerschaft, aus Gewerbe und Industrie und den Trägern der Berufsorientierung.
  • Vom Land erwarten die SPD Kreis Unna eine kohärente und einheitliche Strategie im Handlungsfeld Übergang Schule – Beruf.

 

Begründung

Ausgangssituation im Kreis Unna

Die Analyse des Verbleibs von Schülern nach der allgemeinbildenden Schule ergibt ein erschreckendes Bild: Im Kreis Unna gelingt der direkte Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung eher nicht!

Erhebungen bei verschiedenen Abgangsjahrgängen, z.B.  von Gesamtschulen  belegen, dass nur etwa 25 % der Abgänger der Sekundarstufe I direkt in eine betriebliche Berufsausbildung münden, weitere 10 % nehmen eine Vollzeit schulische Berufsausbildung auf. Die direkten Übergänge sind damit die Ausnahme, lange Wartezeiten und Warteschleifen die Regel.

Berufsstartchancen variieren stark mit der sozialen Herkunft. Jugendliche aus Familien im SGB II Bezug haben signifikant schwierige Ausgangsbedingungen. Auf besondere Startschwierigkeiten treffen Jugendliche mit Migrationshintergrund und junge Menschen aus Förderschulen.

Aus Befragungen wissen wir, dass ab der 8. Klasse 20 bis 25% der Schüler keine Vorstellung über ihren weiteren beruflichen Werdegang verfügen und sie damit angewiesen sind auf Begleitung und Beratung um die ersten Schritte außerhalb von Schule einigermaßen erfolgreich meistern zu können.

Die seit Jahren weitgehend verfestigte Situation verweist auf drei strukturelle Kernprobleme:

  1. Es fehlen aktuell noch insgesamt Ausbildungsplätze in vierstelliger Größenordnung

 

  1. Die schulische Qualifizierung und Förderung reicht für zahlreiche Jugendliche nicht aus, um sie angemessen auf einen möglichst frühen Übergang in Ausbildung vorzubereiten. Das Schulsystem wirkt verstärkend sozial selektiv.

 

  1. Das Übergangssystem zwischen Schule und Beruf ist hochgradig komplex, undurchschaubar, unabgestimmt und damit ineffizient. Viele 100 junge Menschen im Kreis Unna „parken“ in Angeboten ohne absehbare Perspektive.

 

Der demografische Wandel wird das Problem nicht lösen. Vielmehr droht eine Scherenentwicklung: Auf der einen Seite werden zusehends Fachkräfte gesucht und schwieriger zu finden sein. Auf der anderen Seite verlässt ein beständig hoher Anteil von Jugendlichen die (allgemeinbildende) Schule ohne direkte und nachhaltige Ausbildungsperspektive.

Eine Fortschreibung des Status Quo behindert somit die sozialen wie wirtschaftlichen Entwicklungspotentiale im Kreis Unna gleichermaßen.

Gefordert ist daher eine politische Initiative zur Entwicklung einer kohärenten Strategie im Kreis Unna, die die drei Kernthemen zeitgleich zum Gegenstand hat.

Überwiesen an:__________________________________________________

Beschlossen:           O

Abgelehnt:                O

Zur Weiterleitung an:         _________________________________________


Aug 5 2011

Interkommunale Schulentwicklungsplanung

20. ordentlicher Unterbezirksparteitag

am Samstag, 17. September 2011

 

Antragsnummer:                 C2                 

Antragsteller:                        Unterbezirksvorstand

Antrag:                                   Interkommunale Schulentwicklungsplanung

Der Unterbezirksparteitag möge beschließen:

Basierend auf den aktuellen Geburtenraten ist davon auszugehen, dass Schülerzahlen kontinuierlich abnehmen. Die Vermutung liegt nahe, dass dieser Trend sich auch zukünftig fortsetzen wird. Ebenso ist die Bildungslandschaft einem Veränderungsprozess unterzogen. Sie orientiert sich zunehmend am individuellen Schüler. Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass vermehrt Schülerinnen und Schüler mit Behinderung gemeinsam mit Nichtbehinderten lernen.

Die Schulentwicklungsplanung in den Kommunen muss sich diesen Entwicklungstendenzen stellen und darauf reagieren.

Sicherlich haben die Städte und Gemeinden ein begründetes Interesse daran ihre gut aufgestellten Schulstandorte zu sichern. Um aber unter den oben genannten Voraussetzungen ein hochwertiges Bildungsangebot bereit zu stellen, ist eine interkommunale Schulentwicklungsplanung unabdingbar. Nur dadurch können möglichst wohnortnah alle Bildungsgänge und Abschlüsse vorgehalten werden. Nur dadurch können Synergieeffekte in der überregionalen Zusammenarbeit genutzt werden. Die Bildungslandschaft darf nicht an der Stadtgrenze enden. Auch die Schulentwicklungsplanung muss sich vornehmlich am Schüler orientieren und nicht an den Schulen.

Der Kreis Unna wird aufgefordert, auf die Kommunen im Kreis Unna mit dem Ziel einer gemeinsamen Schulentwicklungsplanung zuzugehen.

Überwiesen an:__________________________________________________

Beschlossen:           O

Abgelehnt:                O

Zur Weiterleitung an:         _________________________________________